Der Verein zur patientengeforderten Kommunikation und Kooperation in der Onkologie (pakkido e.V.) wurde am 22.04.2009 von folgenden Mitgliedern gegründet: Ute Anselstetter (Altdorf), Volker Anselstetter (Altdorf), Günther Bertl, (Stein), Josef Bota (Nürnberg), Marianne Kristen (Nürnberg), Marlene Lampert (Nürnberg), Ingrid Mickley (Nürnberg), Anna Rauch (Nürnberg), Doris Scharnweber (Schwabach), Florian Weidemann (Altdorf), Sarah Weidemann (Erlangen), Christine Weigel (Nürnberg), Hans-Peter Weigel (Nürnberg), Lieselotte Wöhrl (Nürnberg), Ursula Wolthuis (Forchheim). | |||
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Verwirrung, Angst und Hilflosigkeit sind oft erste Eindrücke!
Krebserkrankung – eine Lebenskrise
Die damit einhergehenden Beschwerden, Einschränkungen, Behinderungen, Verluste und Ängste drohen den betroffenen Menschen aus der Bahn zu werfen, erfordern alle Kräfte für eine Heilung bzw. Linderung.
Dieses positive Ziel ist aus eigener Kraft nicht zu erreichen – viele Helfer aus dem sozialen Umfeld und den verschiedensten medizinischen Professionen stehen zur Verfügung. Notwendig für eine positive Gestaltung dieses Weges sind vor allem eine kontinuierliche, hinreichende und offene Kommunikation und Kooperation zwischen allen Beteiligten.
Aktuell besteht ein erheblicher Mangel an Kommunikation in den zahlreichen und komplexen Kontakten entlang des gesamten Betreuungspfades.
Ausreichend Zeit und Raum für verständnisvolle Begleitung sind nicht gegeben, denn dies ist nicht mehr adäquat als Leistung definiert und honoriert.
Viele verschiedene Bedürfnisse der Patienten haben keine hinreichende Chance auf Gehör bzw. Resonanz. Dadurch kumulieren Defizite, welche den möglichen Behandlungserfolg schmälern, evtl. sogar verhindern.
Auf der Suche nach pragmatischen Lösungsansätzen entstand bei dem Ehepaar Ute & Volker Anselstetter die Idee zur Gründung einer unabhängigen, von Patienten geforderten und geförderten Plattform für eine verbesserte Kommunikation, Kooperation und Koordination in der Onkologie.
Im Oktober 2007 stellte Dr. Anselstetter das soziale Problemlösungsverfahren einer "Zukunftswerkstatt" onkologischen Patienten und deren Angehörigen im Rahmen einer Vortragsveranstaltung in Nürnberg vor. Diese Veranstaltung wurde für eine freiwillige anonymisierte Befragung genutzt, mit dem Ziel, die Kritik- und Beschwerdepunkte zu benennen, welche die Patienten oder deren Angehörige während der Behandlung und Betreuung ihrer Krebserkrankung erfahren haben.
Fünfzehn der Teilnehmer dieser Veranstaltung entschlossen sich weiter aktiv an der Lösung der aufgezeichneten Probleme mitzuarbeiten und gründeten dazu eine „Zukunftswerkstatt Onkologie“.
Frau Ute Anselstetter übernahm die wissenschaftliche Leitung dieser „Zukunftswerkstatt Onkologie“, Dr. Volker Anselstetter brachte seine Erfahrungen aus einer mehr als 30-jährigen onkologischen Tätigkeit ein (Universität, Städtischem Krankenhaus mit eigener Ambulanz, Schwerpunktpraxis mit eigener Belegabteilung und zuletzt einem Medizinischen Versorgungszentrum).
Aus den führenden Kritikpunkten „zu wenig Zeit, mangelnde Aufklärung, zu wenig Leistung, zu wenig Kommunikation und Kooperation“ wurden folgende Hauptpunkte für eine weitere Bearbeitung definiert.
Information – Kommunikation – Kooperative Strukturen
Nach etwa einjähriger Tätigkeit entschlossen sich die Mitglieder der „Zukunftswerkstatt Onkologie“ zur Umsetzung ihrer Ziele einen gemeinnützigen Verein zu gründen zur Verbesserung der Strukturen und Prozesse während der Behandlung und Betreuung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind.
© 07/2009 pakkido.de